Filmvorstellung Agfa APX 25

Hallo zusammen 🙂

Ich konnte vor einiger Zeit drei Agfa APX 25 Kleinbildfilme ergattern und bin nun endlich dazu gekommen einen der drei Filme zu fotografieren und zu entwickeln.

Ich möchte Euch hier den Film ein wenig genauer vorstellen. Beim Agfa APX 25 handelt es sich um einen Schwarz/Weiß Film mit einer ISO Nennempfindlichkeit von 25, welcher im Kleinbild- und Mittelformat erhältlich war.

Leider ist der Film nicht mehr erhältlich. Möchte man den Film dennoch einmal ausprobieren bleibt einem nur noch der Weg über das Internet mit der Hoffnung irgendwo noch einen abgelaufenen Film zu ergattern. Bei richtiger Lagerung, sollte dieser aber noch gut nutzbar sein.

Der Agfa APX25 gehört zur Kategorie der niedrigempfindlichen panchromatischen S/W- Filmen. Der Film zeichnet sich durch seine Schärfe und Feinkörnigkeit aus, wodurch er sich hervorragend für Vergrößerungen auf große Formate eignet.

Nachtrag von Kersten:

Auch ich habe schon einige Aufnahmen mit dem APX 25 (Mittelformat) gemacht. Ich würde diesen Film garantiert zu meinen liebsten Materialien zählen. Ich habe noch eine Exemplare im Tiefkühler, welche schon immer eingefroren waren. Die Hemmschwelle ist dementsprechend groß. Besser wird der Film mit der Zeit allerdings auch nicht. Das ist immer so der Zwiespalt. Tatsächlich nutze ich nur verfügbares Material, da Reproduzierbarkeit für mich sehr wichtig ist. Beim APX 25 mach ich gerne eine Ausnahme! Da heißt also schon was.

Zur Belichtung würde ich den Film als 12 ASA Material behandeln. In Anbetracht des Alters und der Tatsache, dass die meisten Filme ihre Nennempfindlichkeit in den meisten Entwicklern ohnehin nicht erreichen, passt das sehr gut. Die alten Datenblätter von Agfa sind aber auch gut dokumentiert. Danach kann man sich gut orientieren. Rodinal ist eine hervorragende Kombination und schmälert nicht die hohe Auflösung des Films.

Die Aufnahmen sind schon älter. Damals hatte ich noch nicht so viel Ahnung von korrekter Belichtung und Entwicklung. Allerdings sind die Negative, nach meiner heutigen Einschätzung, sehr gut geworden. Ein weiterer Pluspunkt für den Film. Diese Niedrigempfindlichen Filme sind nämlich oft ein bisschen Zickig. Wer einen Ersatz sucht, wird wohl mal den Ilford Pan F Plus ausprobiert haben. Dieser hat zwar schon andere Eigenschaften, kommt dem Ergebnis allerdings recht nahe. Zumindest näher, als jeder andere Film. Der 25er von Rollei wäre nur von seiner Nennempfindlichkeit vergleichbar. Das Material reagiert jedoch schon etwas anders auf Belichtung und Entwicklung.

 

Mein Name ist Thorsten Wunderlich bin 32 Jahre alt und komme aus dem schönen Oberfranken. Ich betreibe die analoge Fotografie nun mittlerweile seit ca. 2 Jahren. Für mich ist die analoge Fotografie genau das richtige Mittel, um aus dem stressigen Alltag auszubrechen. So kann ich mich und mein Tun entschleunigen. Die Reduktion der Farbe auf schwarz/weiß erfordert eine eigene gezielte Auseinandersetzung mit dem Motiv und dessen Auswahl. Genau dies reizt mich sehr und lässt mich am Ball bleiben, sowie Motivation schöpfen. Meine Aufnahmebereiche reichen von People-Fotografie, Street-Fotografie bis hin zu Lost Places. Analoge Fotografie bietet ein sehr breites Spektrum und fasziniert mich gerade deswegen ungemein.