Hanoi, Vietnam – analoger Fototrip

Hallo zusammen 🙂

Wir durften vor einiger Zeit schon einmal einen kleinen Reisebericht von Arthur Litau veröffentlichen und hier folgt schon der nĂ€chste 🙂 Dieses Mal hat es Ihn nach Vietnam gezogen aber lest doch einfach selbst….an dieser Stelle auch nochmal Herzlichen Dank fĂŒrs bereitstellen des Reiseberichts!

 

GOOD MORNING VIETNAM!

Alle Fotos wurden analog auf 35mm Film aufgenommen. Mit dabei waren die Contax G1, Nikonos IV & die Olympus Mju II. Entwickelt und gescannt wurden die Bilder bei MeinFilmLab.

Es ist Dienstag, der 17. Oktober 2017 um 11:39 Uhr. Ich sitze im neuen ICE Richtung Frankfurt Flughafen. Von Stuttgart aus sind es knapp 2 Stunden bis dorthin. Draußen hat es 20 Grad. Kann es noch immer nicht fassen, dass ich morgen schon in Hanoi bin. Seichte ElektroklĂ€nge ertönen durch meine Kopfhörer. Gedanken ziehen vorĂŒber, so wie die Landschaft draußen. Mein Flieger nach Dubai startet um 15:15 Uhr. Von dort soll es 3 Stunden spĂ€ter weiter nach Hanoi gehen. Zum ersten Mal fliege ich mit dem A380 Jumbo. FensterplĂ€tze gab es leider keine mehr. Naja, selber schuld, wenn man alles auf die letzte Sekunde erledigen muss. So wie den online Check-In.

 

Wenn ich mich 7 Tage zurĂŒckerinnere, war es eine große Überwindung fĂŒr mich, den Flug zu buchen. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich, weil ich ganz alleine mit dem Rucksack knapp 9.000 Kilometer entfernt von Zuhause sein werde. Komisches GefĂŒhl. Mir ist in erster Linie etwas unwohl. Ich weiß auch nicht, was mich erwartet, außer das, was ich aus den Instagram-Storys von STEFFEN BÖTTCHER kenne. Er ist der Grund, warum ich diese Reise letztendlich durchziehe, so ganz alleine. Das Land faszinierte mich schon lĂ€nger, nur war der Gedanke nie so vordergrĂŒndig, dass ich mich vor meinen Laptop setze und einen 700 Euro teuren Hin- und RĂŒckflug buche. Die Bilder von seiner Fotoreise nach Vietnam sowie die der anderen Teilnehmer, die ich bei der Ausstellung in Köln gesehen habe, haben mich inspiriert. Ebenso auch die vielen Geschichten, die jeder bei einem kleinen Vortrag ĂŒber das Land erzĂ€hlt hatte, waren mit Schuld daran, dass ich nun auf dem Weg dahin bin.

Ich fĂŒhle mich im Augenblick jedoch nicht so wirklich alleine. Im Zug sitzen so viele andere Menschen, die ebenfalls alleine mit dem Rucksack unterwegs sind. Das schafft irgendwie ein GemeinschaftsgefĂŒhl. Vielleicht ist es auch gar nicht so komisch, alleine zu verreisen, wie es mir meine Gedanken projizieren.

 

 

Endlich gelandet. Hanoi. Nachdem mein Rucksack ohne Komplikationen im Gate auf dem Rollband ankommt, suche ich den Weg nach draußen. Kaum dort angekommen, werde ich alle paar Meter von irgendwelchen Leuten angesprochen, ob ich ein Taxi benötige. Sie zeigen mir ihre angebliche Lizenz oder was auch immer das sein soll. Ich lehne ab. Ich will auf mich gestellt sein. Alleine zum Hostel finden und nicht direkt vor die TĂŒre gefahren werden. Vor allem berechnen diese bei Touristen sicher mehr, als es tatsĂ€chlich kostet. Am letzten Tag erfuhr ich, dass es 400.000 Dong (26.000 Dong = 1 Euro) von der Stadt zum Flughafen kostet – aber spĂ€ter mehr dazu. Ich suche eine Bushaltestelle oder etwas, das danach aussieht. In der Ferne sehe ich zwei EuropĂ€er mit einem Backpack, die wohl auf den Bus warten. UnauffĂ€llig stelle ich mich dazu und tue so, als wĂŒrde ich genau wissen, dass hier gleich mein Bus kommt. Innerlich bin ich gerade jedoch etwas verloren. 10 Minuten spĂ€ter kommt ein französisches PĂ€rchen, die auf der Suche nach der Linie 68 sind. Diese fĂ€hrt wohl in Richtung Altstadt. Perfekt, da muss ich auch hin. Wo und wann dieser Bus jedoch abfĂ€hrt, kann ich auch nicht sagen. Egal, da bleib ich dran, denke ich mir. Zusammen sucht es sich leichter. Ich versuche einen Mitarbeiter zu finden und zeige ihm auf meinem Handy, wo ich hinmuss. Er zeigt auf die Bushaltestelle, wo auch die 68 steht. Das ging ja einfach. Ich winke das französische PĂ€rchen zu mir und wir laufen gemeinsam zur anderen Haltestelle. Wenige Minuten spĂ€ter, kommt auch das andere europĂ€ische Paar hinterher. Sie waren wohl auch nicht so ganz sicher, wo sie hinmussten. Der Bus kommt und wir steigen alle ein. Ich zeige nun auch dem Kassierer, der durch den Bus lĂ€uft, wo ich hinmuss. Er will mir dann rechtzeitig Bescheid geben, wo ich aussteigen muss und kassiert nebenher die 22.000 Dong fĂŒr die Fahrkarte. Meine ganzen Sorgen sind erstmal weg. Ich lehne mich zurĂŒck und genieße den Ausblick. Schaue dennoch nebenher stĂ€ndig auf meine „maps.me“-App, wo wir uns befinden. Leider versagt irgendwann das GPS-Signal und ich habe nur noch die heruntergeladene Karte von Vietnam, um spĂ€ter zu meinem Hostel zu finden.

 

 

Dann irgendwann geht alles ganz schnell. Hastig sagt er, ich soll hier raus. Zeigt irgendwas mit links, links, rechts und grade aus oder so. Draußen angekommen ein permanentes hupen. Tausende Menschen, Motorroller und Autos. Dieselgeruch steigt mir in die Nase. Okay, los geht’s. Ich versuche mich ohne GPS zu orientieren. Erfolglos. Also folge ich erst einmal unauffĂ€llig den Franzosen. Sie mĂŒssen ja auch in meine NĂ€he, glaub ich zumindest. Gar nicht so leicht bei dem Verkehr. FĂŒhle mich ein wenig verloren. Es regnet. Mein Handyakku ist bei 10%. Ich laufe und laufe. Irgendwann biege ich links in eine Straße. Laut Karte sollte die Richtung aber stimmen, wenn das auf der Karte die Bushaltestelle ist, an der ich ausgestiegen war. Na gut, dann schaue ich mir doch die Straßennamen genauer an. Der Plan geht auf. Knapp 40 Minuten spĂ€ter finde ich endlich mein Hostel und werde direkt mit einem Saft empfangen. Auf dem Zimmer angekommen sehe ich, dass die 6 anderen Betten noch leer sind. Sehr schön, kurz mal verschnaufen, bevor ich mich wieder draußen ins GetĂŒmmel stĂŒrze. Selten so viele Menschen und Motorroller ohne Verkehrsregeln gesehen. Fasziniert sauge ich jeden Moment wie ein Staubsauger ein. Erstaunt und ratlos zugleich. Mir fĂ€llt es in erster Linie schwer, das ganze Erlebte fotografisch in irgendeiner Weise festzuhalten. Unmöglich!

 

Langsam wird es dunkel und ich traue mich noch nicht ganz, mich weiter als 1000 Meter von meinem Hostel zu entfernen. Ich gönn mir das ein oder andere Hanoi Bier in einer Bar an der Ecke zum Hostel. Die mehr als 17-stĂŒndige Reise steckt mir noch in den Knochen und ich laufe zurĂŒck ins Zimmer. Ich lege mich kurz hin und schlafe direkt ein. In der Nacht werden die 6 freien Betten doch noch voll.

Ich wache auf. Es ist 6 Uhr morgens. FrĂŒhstĂŒck gibt es erst ab 7 und so laufe ich mit der analogen Contax G1 durch die noch verschlafenen Straßen Hanois. Ist das wirklich die selbeStadt wie gestern? Wo sind die ganzen Menschen? Und wo sind die ganzen hupenden Motorroller? Ich treffe nur auf Einheimische mit Obstkörben oder FahrrĂ€dern voller Blumen, die morgens schon ihre Waren auf der Straße verkaufen.

 

Ich bleibe noch eine zweite Nacht in der Stadt, bis ich weiterziehe. Weiter in Richtung Norden, nach Sa Pa. Mit dem sogenannten Schlafbus geht’s um 22 Uhr los. Es sind drei Reihen mit zweistöckigen Betten im Bus. Ich bekomme einen Platz vorne, obwohl ich als letzter in den Bus gestiegen bin. Der Platz erweist sich als einer der Besten. Der Fahrer ist so schnell auf der kurvigen Bergstraße unterwegs, dass die kompletten hinteren Reihen ihre PlastiktĂŒte fĂŒr die Schuhe als KotztĂŒte missbrauchen. Dementsprechend ist die Luft in dem Bus. Ich bin jedoch so mĂŒde, dass ich dennoch mehrfach einschlafe. Die Fahrt sollte 6 Stunden dauern, wir waren in 4 Stunden da. Es ist 2 Uhr morgens und wir stehen wohl auf einem großen Parkplatz, zumindest das, was ich im Dunkeln und dem Nebel davon erkennen kann. Ich weiß nur, dass ich wohl gegen 6 Uhr am Bus abgeholt werde und versuche weiter im stehenden Bus zu schlafen, werde jedoch mehrmals wach. Es ist 6 Uhr, alle mĂŒssen raus. Jetzt stehen hunderte Menschen vor den 50 anderen Bussen mit ihren Backpack-RucksĂ€cken und warten abgeholt zu werden. Zwischendrin immer wieder Einheimische mit Namen auf einem Zettel darauf. Mein Name stand bis jetzt noch nirgends. Eine dreiviertel Stunde spĂ€ter. Ich stehe nun mit einem Briten alleine auf dieser Seite des Parkplatzes. Er scheint jedoch nicht sehr gesprĂ€chig zu sein. So langsam denke ich, man hat mich vergessen. Ich grĂŒble schon ĂŒber Plan B nach – mir ein „Homestay“ auf eigene Faust zu suchen. Im Nebel sehe ich jedoch nochmal einen grauen Transporter auf mich zu fahren. Ein kleiner Mann steigt mit einem Zettel aus und hĂ€lt ihn hektisch vor unsere Nasen. Unter vielen Namen erkenne ich auch „Atut“ darauf und denke mir, dass muss Arthur heißen und wenn nicht, auch egal. Ich gehe da jetzt mit. Schnell sind die anderen 4 Personen vom Zettel gefunden. Es geht erstmal in ein Hotel. Dort werden wir direkt mit einem vietnamesischen Kaffee und Pfannkuchen mit Honig und Bananen empfangen. Dann geht’s erstmal aufs Zimmer. Ein ganzes Zimmer mit Dusche fĂŒr mich alleine, was fĂŒr ein Luxus. Schnell habe ich mich umgezogen und warte in der Lobby auf meine Gruppe. Am ersten Tag ging es mit 3 anderen in die alte Stadt SapaÂŽs. Ein kurzer Trip. Abends hab ich die Stadt dann noch alleine im Nebel erkundet und der Tag geht zu Ende.

 

Am nĂ€chsten Morgen geht’s frĂŒh los. Heute geht es 17 Kilometer durch die Reisfelder. Es regnet und hat 23 Grad. Ganz anders als die 30 Grad in Hanoi. Jedoch hat die atemberaubende Landschaft jede KĂ€lte und NĂ€sse schnell vergessen lassen. Wir waten durch knietiefen Schlamm. Bergauf und bergab. Kaum einer, der nicht im Matsch ausrutscht. Wir passieren kleine Dörfer voller BambushĂŒtten. Soweit abgeschieden wĂ€re ich alleine wohl nie gegangen. Voller Schlamm, durchnĂ€sst und total erschöpft kommen wir dann im Homestay an. Das sind einheimische, die fremde bei sich schlafen lassen. Mit mir ist noch das PĂ€rchen aus Irland dabei. Was ich jedoch nicht wusste, dass ich vorher nicht mehr im Hotel vorbeikomme und somit auch keine Wechselkleidung mitgenommen habe. Naja, zu Reiswein und dem Kartenspiel „Jack Change It“ lassen wir den Tag nach dem leckeren vietnamesischen Essen ausklingen. Ich schlafe direkt ein.

 

Am nĂ€chsten Morgen warten schon die Pfannkuchen auf uns und es geht nach dem FrĂŒhstĂŒck direkt weiter. Meine Kleidung ist, so durchnĂ€sst wie sie war, natĂŒrlich nicht ganz trocken geworden, doch das ist mir in dem Augenblick egal. Die Aussicht ist beeindruckend, auch wenn man vor lauter Nebel kaum was sieht. Vorbei an WasserfĂ€llen und Gipfeln. Gegen 15 Uhr komme ich dann auch wieder am Hotel an. Schnell nehme ich noch eine heiße Dusche – selten hab ich mich so sehr darĂŒber gefreut, wie in diesem Moment. Danach werde ich auch schon wieder zum Schlafbus gebracht. Es geht zurĂŒck nach Hanoi, wo ich um 22 Uhr wieder ankomme. Am Tag zuvor habe ich mir ĂŒber booking.com direkt ein Einzelzimmer gebucht.

Am nĂ€chsten Tag treffe ich mich nĂ€mlich schon wieder mit Scott, den ich in den ersten beiden Tagen in Sapa kennengelernt habe. Er sagte mir, dass er noch nach Ninh Binh möchte. Perfekt! Ich sage, dass ich da auch noch hinmöchte und wir verabreden uns. PĂŒnktlich treffe ich ihn am nĂ€chsten Morgen am vereinbarten Treffpunkt und wir fahren los. Als wir ankommen erkunden wir erstmal das Dorf per Fahrrad und spĂ€ter noch per Boot, wo es durch mehrere Höhlen geht. Gegen 17 Uhr geht’s dann auch wieder zurĂŒck nach Hanoi.

 

ZurĂŒck aus Ninh Binh trennen sich ScottÂŽs und mein Weg. Ich suche mir schnell noch ein Hostel. Abends schlendere ich noch durch die Stadt, genieße das Essen an der Straße und lasse den Tag wieder mit dem ein oder anderen Hanoi-Bier ausklingen. Neuer Tag, neuer Plan. Heute will ich Richtung Halong Bay und dort fĂŒr eine Nacht auf einem Boot bleiben. Mit dem Bus geht’s also 4 Stunden nach Halong Bay. Dort angekommen mĂŒssen wir erstmal mit einem kleinen Boot zu dem eigentlichen Schiff gebracht werden. Auf dem Schiff scheint eine coole Truppe zu sein. Zwei deutsche PĂ€rchen, ein PĂ€rchen aus Irland, die schon in China waren und die chinesische Mauer entlanggelaufen sind. Eine Amerikanerin und eine Französin. Wir lachen, trinken und unterhalten uns, zumindest soweit wir können. Jeder erzĂ€hlt seine Geschichten von seiner bisherigen Vietnamreise. Am ersten Tag besuchen wir eine Tropfsteinhöhle, erkunden die Umgebung auf Kajaks und betreten eine unbewohnte Insel. Schnell gehen die zwei Tage vorbei und ich sitze abends schon wieder im Bus zurĂŒck nach Hanoi. Plötzlich ĂŒberholt uns ein anderer Bus und alle Insassen zeigen nach hinten. Der Kofferraum ist unterwegs aufgegangen. Na super und wessen Rucksack wurde als letztes hinein gequetscht und ist als einziger rausgefallen, natĂŒrlich MEINER. Wir wenden und fahren zurĂŒck. Irgendwann winkt uns jemand zu einer Tankstelle, wo ich schon meinen Rucksack liegen sehe. Nette Menschen in Vietnam. Okay – was sollen die auch meine getragenen Unterhosen klauen! 😀

 

SpĂ€t abends komme ich in Hanoi an. Letzter Abend. Am nĂ€chsten Tag bzw. an dem darauf geht es morgens um 1 Uhr ĂŒber Dubai zurĂŒck nach Frankfurt. Ich nutze die letzten Stunden um nochmal Hanoi zu erkunden. Auf dem Schiff habe ich viele Tipps bekommen, was man noch gesehen oder wo man noch gewesen sein sollte. Ich beherzige diese und laufe durch die Stadt. FĂŒr eine Stunde miete ich mir dann noch einen Roller. Nein, ich bin nicht lebensmĂŒde, doch muss man das doch auch mal gemacht haben. Die Stunden rinnen vorĂŒber. Meine Sachen habe ich im Hostel zwischengelagert, wo ich abends auch noch eine Dusche nehmen darf. Ach ja, und das tĂ€gliche Freibier, das es da immer von 18-21 Uhr gibt genießen.

 

 

Es ist jetzt 20:30 Uhr und ich mach mich im Dunkeln auf den Weg zum Bus, doch lande auf einem Nachtmarkt. Es ist Freitag. Die Menschen in Vietnam feiern das ausgiebig auf der Straße. DafĂŒr wird dann alles abgesperrt. NatĂŒrlich auch die Straße, an der sich meine Bushaltestelle befindet. Verdammt. Ich habe noch 200.000 Dong in meiner Hosentasche. Das Limit der Kreditkarte gibt auch nichts mehr her. Warum hab ich das auch nur fĂŒr die Reise limitiert – aus Angst beklaut zu werden. Und jetzt? Ich versuche dem Taxifahrer zu erklĂ€ren, er soll mich zu einer anderen Haltestelle bringen, wo noch ein Bus abfĂ€hrt. Was er dann auch macht. 50.000 Dong Ă€rmer stehe ich also da. Im Dunkeln. Kein Bus mit der Nummer 68 kommt. Panisch frage ich jeden, ob noch irgendwas an den Flughafen fĂ€hrt. Airport?? Airport?? Drei Chinesen an der Haltestelle bemerken das natĂŒrlich. Einer kommt mit seinem Handy auf mich zu, wo er ein Übersetzungsprogramm draufhat und ich lese „Wir mĂŒssen auch zum Flughafen. Heute fĂ€hrt da nichts mehr hin. Uns holt gleich ein Auto ab! Willst du mit?“ Ich denke mir nichts dabei, letztendlich meine einzige Chance im Moment, an den 30 Kilometer entfernten Flughafen zu kommen. Sollten die vorhaben, mich in einer dunklen Gasse beklauen zu wollen, so hab ich sowieso nichts Wertvolles mehr, außer die 150.000 Dong und die Kreditkarte, wo nichts mehr zu holen ist. Das Auto entpuppt sich als Privattaxi. „Mein Geld reicht nicht mal mehr, wenn wir die Fahrt durch 4 teilen“, denke ich mir noch und schaue aus dem fahrenden Auto. Dort angekommen tue ich mal so, als wolle ich ihnen Geld geben. Schnell winkt einer der drei ab und sagt, wir zahlen! GlĂŒcklich verbeuge ich mich und wĂŒnsche ihnen eine gute Heimreise. Zufrieden, voller Geschichten und EindrĂŒcke ĂŒber ein mir zuvor komplett fremdes Land laufe ich zum Gate, um meinen Rucksack aufzugeben.

 

Good bye Vietnam!